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3:0! Klozil Gala gegen Tulpen-Truppe

Müller Özil Klose

So etwas hat der Hamburger Volkspark seit langer Zeit nicht erleben dürfen. Ein Sieg für die gastgebende Mannschaft und das mit teilweisem Zauberfußball. Vielleicht sollte man dem Hamburger Publikum zuliebe häufiger die Nationalmannschaft in die Hansestadt entsenden.

Klose, Özil und Müller wirbeln nach Belieben

Insbesondere Miro Klose, der in Italien seinen dritten Frühling zu erleben scheint, spielte ganz groß auf. Vor 51500 Zeugen legte er in der 15. Minute nach einer gelungenen Kombination für Thomas Müller auf. Der WM-Torschützenkönig hatte aus 11m einfaches Spiel und Keeper Stekelenburg das Nachsehen. Besonders zu erwähnen ist, dass die Abwehrreihe um den Ex-HSVer Mathijsen phasenweise schwindelig vom deutschen Offensivapparat gespielt wurde. In der 26. Minute nutzte Klose nach einer Özil Flanke den geschenkten Freiraum und köpfte sauber ins rechte Eck ein. Wer jetzt mit einer Reaktion der Oranje gerechnet hatte, wartete vergebens. Snejder, Huntelaar oder Babel versuchten vergebens ihr Glück vor dem deutschen Tor. Lediglich Schüsschen kamen am Gehäuse von Manuel Neuer an, der sich an diesem Abend auch hätte von Tim Wiese vertreten lassen können, wenn dieses Spiel nicht in Hamburg gewesen wäre. Mit der 2:0-Führung ging es dann auch in die Pause zu Bratwurst und Glühwein, der bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Sicherheit geschmeckt haben dürfte.

Ein Heißgetränk zu viel dürfte der eingewechselte Nigel de Jong zu sich genommen haben. Kurz nach Beginn seiner Dienstzeit trat er völlig unbedrängt über den Ball, was das „magische Dreieck“ Müller-Özil-Klose prompt nutzte, um dem Käse die perfekte Reife zu verpassen. Nach Müller Flanke ließ Özil auf Klose abtropfen, dieser gedankenschnell zurück zum Madrilenen. Tor aus 3m.
Holland ergab sich dem deutschen Spiel und zeigte keinerlei bis wenig Gegenwehr. Die Bundesadler waren dem 4:0 sogar näher, als die Gäste dem Anschluss. Jogi dürfte in seinem „Jogiläumsspiel“ stolz auf seine Jungs sein.

Als Fazit vom Spiel bleibt, dass es ein gelungener Länderspielabschluss 2011 war. Mit einem Klose in der wohl besten Phasen seines „Sportlerherbstes“ und den „jungen Wilden“ freut man sich auf die nächsten Spieljahr(e). Eines jedoch bleibt: In einem Turnier wird es mit Sicherheit nicht so einfach, die Snejders, Robbens und van Persies so auseinander zunehmen. Wenn doch, dann haben wir bei der nächsten EM großen Hoffnungen auf einen Platz auf dem Treppchen. Denn heute gewann der Vize-Europameister gegen den Vize-Weltmeister…

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