Menu

Artikel durchsuchen

DFB-Elf: Der 100-Tage-Plan des Jogi Löw

Jogi braucht neues Blut für die Elf

Jogi braucht neues Blut für die Elf

Das WM-Finale ist wahrscheinlich noch in vielen Köpfen der Deutschen gespeichert, aber für Jogi Löw steht der nächste Titel schon der Agenda. Die EM in Frankreich rückt immer näher und langsam gehen die ersten Testspieler los. Im März kann Löw erstmals mit seinen Elf testen, wie EM-Fit sie sind. Neulich erhielt Löw erst Nachhilfe in einem Workshop für Regelkunde und nun ist er auf der Suche nach Überraschungsspielern. Vielleicht wie Tah und Rüdiger, denen er neulich jeweils bei ihren Spielen zuschaute und sie genauestens ins Auge fasste? Am 12. Juni in Lille gegen die Ukraine findet das erste EM-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft statt. Bis dahin will Löw sich mit allen Turnierkandidaten befassen, die bisher nicht so im Fokus stehen. Ähnliche Überraschungen wie vor der WM 2014 sollen auch dieses Mal wieder auf den Kader und die Fußballfans zukommen. „Das kann locker sein, wenn einer oder zwei gut sind, da gibt es eine Chance“, so Löw.

Wie viele Neuzugänge wird es im EM-Kader geben?

Gut 31-32 Namen hat Löw aktuell auf seiner Liste stehen. Darunter unter anderem Joshua Kimmich von den Bayern, Jonathan Tah von Bayer Leverkusen und Leroy Sané von Schalke 04. Diese drei gelten als besonders realistische Kandidaten für eine Aufstellung im EM-Kader. Insgesamt hat Löw 23 Plätze zu besetzen und nachdem nach der WM einige Spieler ihren Austritt aus der Elf bekannt gaben, sind ein paar Plätze frei geworden. Bevor die WM 2014 losging, waren es Spieler wie Erik Durm, Matthias Ginter oder Shkodran Mustafi, die erst kurz vor Turnierbeginn ins Nationalteam aufgerückt sind. Im Pariser Tagungshotel betonte Löw: „Es sind ja noch drei Monate und eine Vorbereitung. Man muss sich aber auf alle Eventualitäten im Fußball vorbereiten.“

Ist Tah eine Option für die EM 2016

Ist Tah eine Option für die EM 2016?

Die EM-Trainer beschäftigen sich auf dem Workshop vor allem mit Regelfragen. Für Löw steht aber eins schon fest, er möchte mit seiner WM-Elf auch den EM-Titel am 10. Juli in der französischen Hauptstadt holen. „Wenn man gewinnen will, braucht man möglicherweise zwei Mannschaften, nicht nur eine.“ Mit dieser Aussage verwies Löw auch auf die Aufstockung auf 24 Teams in der EM und insgesamt 51 Spiele. Für ihn steht fest, dass es bei der WM ein großer Vorteil war, das Schweinsteiger in einer so guten Verfassung war, weil er eben nicht jedes Spiel gemacht hat und gut trainieren konnte. Reist Löw nun mit zwei Alternativ-Mannschaften nach Frankreich, die er immer wieder rotieren lassen wird? Aktuell haben einige seiner Spieler-Stars zwar noch Probleme, aber denen steht er locker gegenüber. „Das ist Normalität vor einem Turnier. Es gibt Spieler, die sind in guter Form. Es gibt Spieler, die sind verletzt oder kämpfen um ihre Form. Aber das hat zum jetzigen Zeitpunkt nicht die große Aussagekraft“, so Löw. Einige Spieler will man gar nicht in jedem Spiel auf dem Platz haben, da ist es gut, wenn der Kader variabel ist und die Spieler sich ausruhen können.

Testspiel gegen England am 26. März

Im März stehen gleich zwei Testspiele auf dem Plan. Am Ostersamstag geht es gegen England ran, drei Tage später trifft die Elf auf Italien. Am 23. Mai folgt dann die EM-Vorbereitung in Ascona. Er brauche nun also 20 Spieler, die möglichst turnierfit sind und die er bei Bedarf auswechseln kann, weil sich alle auf demselben spielerischen Niveau befinden.

Für Löw ist Frankreich ein schönes Land und er freut sich sehr auf die EM. Vor möglichen Terroranschlägen, wie zuletzt im November, habe er jedoch keine Angst und setzt auf das Sicherheitskonzept der Gastgeber. Daher beteiligt er sich auch nicht an Diskussionen um mögliche Spielverlegungen aus Sicherheitsgründen. „Ich befasse mich jetzt nicht mit allen Worst-Case-Szenarien“, so Löw.

X