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Die deutschen EM-Testspiele: Gewinner und Verlierer der Partien

Gewinner und Verlierer der Partien

Gewinner und Verlierer der Partien

Am Osterwochenende fand das erste EM-Testspiel der deutschen Nationalelf statt. Gegen England endet es mit einem 2:3. Trotz der langen Führung der deutschen Elf. In Berlin probierte Bundestrainer einen neuen Kurs aus und brachte probierte neue Spieler aus. Auch gegen Italien, nur wenige Tage später, mussten sich die Weltmeister beweisen. Hier lief es allerdings deutlich besser als gegen England. Mit einem 4:1 verließen sie den Platz und konnten seit Jahren mal wieder einen Sieg gegen eine italienische Nationalmannschaft einholen. Was die Spiele aber vor allem ausmachte, war nicht zwingend ein gutes Endergebnis, vielmehr konnte der Bundestrainer hier sehen, wen er letztlich für den EM-Kader nominieren wird und wer zu Hause bleiben muss. Die einstige WM-Elf gibt es in ihrer Gänze nicht mehr, daher muss Löw nun nach neuen Talenten und Spielerkombinationen Ausschau halten.

Die Gewinner der Testspiele

Aus den Testspielen gingen definitiv Gewinner und Verlierer hervor, deren Einzug in den EM-Kader nun von Glück und Vertrauen des Bundestrainers abhängt. Mario Götze, der das entscheidende WM-Tor 2014 schoss, kehrte nach seiner Verletzungspause in die Nationalmannschaft zurück und nutze seine Chance. Während es bei den Bayern nicht läuft, setzt Löw auf ihn und sprach ihm eine EM-Garantie aus. Gegen Italien war er als „falsche 9“ auf dem Platz und sowohl Schütze des 2:0 als Wegbereiter zum 3:0. Auch Toni Kroos bewies erneut sein Talent als prägende Figur im Kader. Er konnte sowohl im England- als auch im Italien-Spiel den ersten Treffer erzielen.

Als einziger Linksverteidiger ist Jonas Hector zu nennen. Dieser spielt sich immer in die Rolle eines Nationalspielers ein und konnte in seinem 12. Länderspiel gegen Italien seinen ersten Treffer erzielen. Mario Gomez ist wieder dabei: Bei der WM fehlte er, jetzt konnte er im England-Spiel als einziger Angreifer zeigen, dass er Teil des Kaders sein sollte. In besagtem Spiel erzielte er zwei Treffer, wovon jedoch nur einer gewertet wurde. In Wolfsburg erlebte Julian Draxler zuletzt einen enormen Formaufschwung und konnte diesen im Testspiel erfolgreich umsetzen. So legte er das 3:0 für Hector mustergültig auf. Auch Sebastian Rudy konnte gegen Italien auf rechts überzeugen und schaltete sich immer wieder in ein überzeugendes Angriffsspiel ein.

Die Verlierer der Testspiele

Neben den Gewinnern gibt es auch Verlierer der Testspiele. Ihr Einzug in den EM-Kader ist noch unsicher, da es hier und da noch Schwachstellen gibt. Unter anderem bei Karim Bellarabi. In Leverkusen sind seine Leistungen wechselhaft und Löw verwehrte ihm in beiden Spielen den Einsatz. Auch Lukas Podolski droht zum Auslaufmodell zu mutieren. Löw setzt ihn nur sehr selten in die Start-Elf und holt ihn nur, wenn ihm keine andere Alternative bleibt. Gegen Italien blieb er die ganze Zeit auf der Ersatzbank. Gleiches gilt für Christoph Kramer, der zwar als Sechser gut funktioniert, aber von Löw nicht genutzt wurde.

Die Torhüter-Position ist ebenfalls nicht sicher. Weder Neuer noch Zieler können eindeutig als Gewinner hervorgehen. Und auch Marc-André ter Stegen war zwar am Gegentreffer von Italien schuldlos, zeigte aber Unsicherheiten auf. Für Bernd Leno und Kevin Trapp erfüllte sich die Hoffnung auf ein Debüt in der A-Nationalmannschaft erst gar nicht.

Wer wird es nun schaffen in den EM-Kader?

Die Testspiele haben gezeigt, dass Trainer Löw noch einiges an Arbeit hat, bevor er mit einer sicheren Mannschaft, oder wie er hofft, mit „zwei“ guten Mannschaften nach Frankreich reisen kann. Die Fußballer haben in den Testspielen mehr oder weniger gut überzeugen können, sodass es am Ende darauf ankommen wird, was Löw in ihnen sieht. Bereits bei der WM konnte er mit einem sehr jungen Kader für viele Überraschungen sorgen.

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