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EM 2016: Deutschland holt Gruppensieg & zieht ins Achtelfinale ein

EM 2016: Deutschland holt Gruppensieg & zieht ins Achtelfinale ein

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich im letzten Spiel der Gruppenphase den Gruppensieg und somoit auch den Einzug ins Achtelfinale der Euro 2016 gesichert. Dort werden sie nun auf einen Gruppendritten der Gruppen A, B oder F treffen. Den Gegner Schweiz konnten sie clever umgehen. Dieser wartet auf den Gruppenzweiten Polen, welche sich gegen die Ukraine mit einem 1:0-Sieg durchsetzen konnten. Deutschland konnte im Spiel gegen Nordirland ebenfalls einen 1:0-Sieg erspielen und konnte sich aufgrund der besseren Tordifferenz den ersten Platz und somit den vermeintlich leichteren Gegner im Achtelfinale sichern.

Spielerisches Top-Niveau gegen die Nordiren

Deutschland hat im Spiel gegen die Nordiren bewiesen, warum man ihnen einen Titelgewinn zutraut. Sie zeigten sich konnten aus großen Strecken durch gute Zusammenarbeit überzeugen. Lediglich die Umsetzung der Torchancen gelang ihnen erneut nicht wirklich. So endete die Partie in einem 1:0, obwohl deutlich mehr drin gewesen wäre. Diese Ansicht gab auch der Bundestrainer Löw am Ende der Partie bekannt: „Wir haben viele Chancen vergeben. Es war spielerisch gut, aber es hätte souveräner sein müssen. Wenn man in der K.-o.-Runde mal nur wenige Torchancen bekommt, dann muss man die alle auch verwerten. Das geht nicht! Damit kann man nicht spaßen! Da müssen wir auch mal das Tor treffen!"

Besonders großes Pech hatte dabei Thomas Müller, während er bei der WM noch einer der Torgaranten war, läuft es in der aktuellen EM nicht so gut für den Bayern-Star. Müller meinte zu der verpatzten Verwertung der Torchancen: „Ich bin zu mehr Torchancen gekommen als in den letzten acht Spielen.“. Matchgewinner war aber ganz klar Mario Gomez, dem endlich ein Treffer gelang, welcher dann auch zum Einzug ins Achtelfinale führte. Laut Gomez, hebt sich die Mannschaft ihre Tor für die K.o.-Phase auf.

Leistungen des Weltmeisters war überzeugend

Die Darbietung der Weltmeister war in diesem letzten der Gruppenphase allerdings sehr ansprechend. Der Ball wurde gut und clever gespielt und man war stets die taktgebende Mannschaft auf dem Rasen. Es war auch Joshua Kimmich, der eine überzeugende Leistung ablieferte. Er war ein steter Unruheherd für den Gegner und an vielen torgefährlichen Aktionen beteiligt. Das EM-Debüt des Bayern-Spielers stand an diesem Abend unter einem guten Stern, der insgesamt gerade mal 23 Spiele in der Bundesliga vorweisen kann. Lediglich Lukas Podolski konnte mit 19 Bundesligaspielen weniger Erfahrungen bei einem EM-Debüt bringen.

Spielemacher Jerome Boateng, wurde in der 76. Spielminute ausgewechselt, nachdem er aufzeigte, dass er dies wünscht. Der erste Schreck und erste Sorgen konnten nach Spielende allerdings beseitigt werden, da es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle, wie Löw betonte, da Boateng bereits in der Halbzeitpause über Wadenprobleme klagte: „[Boateng hat] in der Halbzeit über Probleme in der Wade geklagt. Sie hat ein bisschen gekrampft. Ein Muskelfaserriss oder eine Zerrung bedeutet zwei oder drei Wochen Pause, dann wäre das Turnier zu Ende. Da wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen.“ Der Einsatz im Achtelfinale ist allerdings nicht in Gefahr, wie Löw betonte. Auf wen sie dort treffen werden, steht noch nicht fest.

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