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EM-Kader: Wirkt sich das verpatzte Testspiel auf die EM aus?

EM-Gruppe von Deutschland

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Am Sonntag, den 29. Mai 2016, bestritt die vorläufige EM-Elf ihr Testspiel gegen die Slowakei und es war ein Endergebnis, das sich so keiner gewünscht hatte. Im Vorfeld der Euro 2016, welche am 10. Juni 2016 losgeht, musste die vorläufige EM-Elf in einem Testspiel auf den Rasen. Gegner war die Slowakei, die an diesem Abend eine deutliche bessere Chancen-Verwertung aufweisen konnte. Es zeigten sich vor allem in der Defensive noch viele Schwächen bei der deutschen Elf, welche jedoch nicht gleich eine Alarmstimmung hervorrufen sollten. Auch frühere Testspiele führten schon zu Enttäuschungen: 2006 in Leverkusen gegen Japan mit einem 2:2, 2008 in Kaiserslautern gegen Weißrussland, ebenfalls 2:2 oder gar die Pleite in Basel gegen die Schweiz mit 3:5.

Starke 1. Halbzeit vs. nasse 2. Halbzeit

Schweinsteiger: Hätte er die Niederlage verhindern können?

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Im Testspiel stellte Bundestrainer Joachim Löw seine Debütanten Leno und Kimmich in die Startelf. Diese konnten so direkt zeigen, ob der Bundestrainer mit ihrer vorläufigen Nominierung einen Fehler machte oder die Entscheidung richtig war. In der Verteidigung wurde mit einer Dreierkette gespielt – bestehend aus Rüdiger, Boateng und Kimmich. Die Mannschaftsbinde trug an diesem Abend Sami Khedira. In der ersten Phase des Testspiels lief es noch sehr gut für die deutsche Elf, so konnten diese sich stark präsentieren und die Spielkontrolle übernehmen. Nach einem Foul an Götze durch Kucka, kam es zu einem Elfmeter, der von Gomez verwandelt wurde. Die deutsche Elf kombinierte zwar weiterhin gut und durchdacht, aber ein Abschluss der Chancen blieb aus. Kurz vor der Pause kam es dann zum Ausgleich durch Hamsik (41.) und zur Führung durch Duris (44.).

In der zweiten Spielhälfte machte das Wetter allen Beteiligten zu schaffen. So wurde die Halbzeitpause auf 40 Minuten verlängert, bevor es weitergehen konnte. Gewitter, starker Regen und Hagel führten dazu, dass der Rasen in Augsburg eigentlich nicht mehr bespielbar war. In der Konsequenz führte ein Torwartfehler durch den eingewechselten ter Stegen zur 3:1-Führung der Slowakei. Als das Spiel zu Ende war, gab Löw folgendes zu Protokoll: „In der Offensive war ich zufrieden. Da hatten wir ein paar gute Angriffe und Laufwege, aber defensiv hatten wir ganz ehrlich gesagt noch Probleme.“

Wer kommt in den finalen EM-Kader?

Diese Entscheidung wird für Joachim Löw nach dem Testspiel gegen die Slowakei sicher nicht leichter, obwohl man sagen muss, dass der Aussagewert der zweiten Halbzeit kaum von Bedeutung sein sollte. Nach der Partie ging es für die deutsche Elf schnell wieder zurück ins Trainingslager in Ascona. Mit an Bord war an diesem Abend auch Lukas Podolski, der nun ebenfalls die EM-Vorbereitungen mit aufnimmt. Fehlt einzig Toni Kroos, der am Samstag, den 28. Mai 2016, noch den Champions League Sieg mit Real Madrid holte. Podolski und Kroos dürften beide ziemlich sicher im finalen Kader stehen. Es sind vor allem die jungen Spieler, die zittern müssen.

Leroy Sané, der sein zweites Länderspiel bestreiten durfte, hofft weiterhin auf einen Einsatz: „Ich hoffe natürlich, dass ich dabei bin“. Er ist es auch, der wohl die besten Chancen auf eine Übernahme in den EM-Kader hat. Am Montag wird Löw mit seinem Trainerstab erneut alle Akteure bewerten und besonderen Wert auf die Meinungen der Ärzte legen müssen. „Wir haben noch Spieler, die verletzt waren. Da möchte ich schon ein gewisses Okay vom Arzt, dass das in den nächsten Wochen keine Risiken birgt“, so Löw zur EM-Kader Arzt Nominierung.

Keine leichte Entscheidung für den Bundestrainer

Die Entscheidung wird daher in erster Linie vom Zustand der Führungskräfte und der etablierten Spielern abhängen. Gomez und Götze konnten den Trainer bereits im Testspiel überzeugen. Gomez, der sein Können wieder beim Elfmeter bewies und Götze, der sich trotz Rippenbruchs spielerisch gut zeigte.

Die Fehler in der Defensive können in den verbleibenden 2 Wochen noch aufgebessert werden. Das erste Spiel der EM wird gegen die Ukraine stattfinden. Buchmacher bet365 hat bei einem Sieg eine Quote von 1.50 im Angebot, die genutzt werden sollte.

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