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Nach Pariser Terror: DFB prüft Sicherheitskonzept für EM 2016

Der DFB prüft Sicherheitsmaßnahmen für EM 2016

Der DFB prüft Sicherheitsmaßnahmen für EM 2016

Der 13. November 2015 wird für immer einer der schwärzesten Tage der Demokratie Europas bleiben und könnte nun auch Auswirkungen auf die EM 2016 in Frankreich haben. Viele Fußball-Fans dürften sich bereits kurz nach Abpfiff der Partie „Frankreich gegen Deutschland“ gefragt haben, ob eine EM in Frankreich nach den Anschlägen im Januar und nun im November 2015 überhaupt noch verantwortbar ist. Aus diesem Grund möchte der DFB nun das Sicherheitskonzept für das Turnier prüfen, damit alle Seiten beruhigt auf den Platz gehen können.

Welche Sicherheitsmaßnahmen müssen getroffen werden?

Nach den Terrorangriffen in Paris will der Deutsche Fußball-Bund sein Sicherheitskonzept für die EM 2016 in Frankreich prüfen. „Natürlich müssen wir uns auch beim DFB Gedanken über erweiterte Sicherheitsmaßnahmen bei der EM machen", sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch der „Bild„-Zeitung. Die deutsche Mannschaft hatte aufgrund der Attentate die Freitagnacht in den Katakomben des Stadions verbringen müsse, ehe man am frühen Samstagmorgen mit einer Lufthansa-Maschine ausgeflogen wurde. „Für die Franzosen wird die Sicherheit bei der EM eine sehr große Herausforderung", befand Koch.

Paris trauert um Opfer des 13. Novembers

Paris trauert um Opfer des 13. Novembers

Auch DFB-Sicherheitschef Hendrik Große Lefert ist der Meinung, dass die Frage nach der Sicherheit nun wichtiger denn je ist: „Es ist ganz klar, dass dieser Vorfall in der Planung aller weiteren Dinge berücksichtigt werden muss. Insofern hat es natürlich großen Einfluss auf das weitere Verfahren", sagte Große Lefert der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ausgetragen wird das Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in insgesamt neun französischen Städten mit 24 Mannschaften.

Weltmeister Jérôme Boateng hat zu diesem Thema eine etwas distanziertere Einstellung, denn er glaube, dass der Ort nicht ausschlaggebend sei: „Letztlich ist es nicht entscheidend, wo die EM stattfindet, weil diese schrecklichen Attentate überall passieren können", so der Verteidiger gegenüber dem „Kicker“. Recht hat er, denn egal wo das Turnier stattfindet, sollten Terroristen einen Anschlag planen, würde der Ort nur einen geringen Unterschied machen. Viel wichtiger ist es das gesamte Sicherheitskonzept der Veranstaltung zu durchleuchten, um Lücken schließen zu können.

Deutsche Bundesliga könnte Einschränkungen erleben

Doch nicht nur in Frankreich schaut man nun genauer hin, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Wie Große Lefert erklärte, werde der Deutsche Fußball-Bund auch die Lage in der Bundesliga überdenken und optimieren. „Wenn Erkenntnisse auftauchen, die auf irgendwelche Gefährdung hinweisen, werden sie berücksichtigt", sagte er dem Fachmagazin „Kicker". Dies könne „unter Umständen sehr kurzfristig und sehr schnell sein". Nötig wäre es, denn alleine die vielen Bengalos während einer Bundesliga-Partie zeigen, dass es nicht allzu schwierig ist, etwas in das Stadion zu schmuggeln.

Am morgigen Dienstag wird nun erst einmal wie geplant die Partie Deutschland vs. Niederlande stattfinden. Der DFB möchte ein Zeichen setzen, dass terroristische Attacken keine Auswirkungen auf den Alltag haben. Anders als gegen Frankreich könnten Jogis Jungs diesmal sogar eine Chance haben, was auch die Wettanbieter so sehen. Nach den schwachen Partien gegen Tschechien, die Türkei und Island empfehlen auch wir auf den „Sieg Deutschland“ zu einer Quote von 1.75 bei Tipico zu setzen.

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