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Nationalstürmer Müller: Tor-Fluch endlich gebrochen

Für die Zuschauer war es im letzten Spiel des FC Bayern München schnell zu sehen: Thomas Müller hatte richtig Freude an der Partie des Rekordmeisters gegen den VfL Wolfsburg. Das lag zum einen vermutlich am deutlichen 5:0-Sieg der Münchener, hängt gleichzeitig aber auch mit der persönlichen Situation des Nationalstürmers zusammen. Nach sieben scheinbar endlos langen Monaten, konnte Müller im Oberhaus des deutschen Fußballs wieder treffen. Geht es jetzt auch in der Offensive der Nationalmannschaft wieder so richtig los?

Bann nach 999 Minuten gebrochen

Man könnte fast meinen, Thomas Müller hat sich extra diese 76. Spielminute in der Partie gegen den VfL Wolfsburg ausgesucht. Nach exakt 999 Minuten konnte der Knipser seine Flaute beenden und das 4:0 gegen die völlig unterlegenen Gäste aus Niedersachsen erzielen. Wolfsburg steckt damit weiter tief in Problemen, für Müller scheint es aufwärts zu gehen. Nach der Partier erklärte der Stürmer allerdings, dass es zwar schön sei, getroffen zu haben. Er habe sich aber ohnehin niemals so große Gedanken über seine torlosen Spiele gemacht.

Und dennoch war bereits am Samstag in der Bundesliga deutlich zu sehen, dass dieser Treffer eine große Signalwirkung hatte. Quasi der ganze Bayern-Kader freute sich über das Erfolgserlebnis von Müller – und irgendwie auch Fußball-Deutschland. Denn auch in der Nationalmannschaft lief es für den Bayern-Profi besonders bei der Europameisterschaft in Frankreich alles andere als erfolgreich (0 Tore).

Trend scheint ins Positive zu gehen

Besonders in der Nationalmannschaft hatten diese Durststrecken des Bayern-Profis spürbare Auswirkungen auf die Offensive, die in einigen Partien einen sehr hilflosen Eindruck machte. Allerdings hat sich das Ganze bereits mit dem Ende der Europameisterschaft schon wieder deutlich ins Positive gewandelt. In den ersten beiden Gruppenspielen der WM-Qualifikation konnte Müller gegen Tschechien und Norwegen treffen – und das jeweils doppelt. Allerdings musste der Bayern-Spieler auch durchaus liefern, denn die Konkurrenz wurde in dieser Saison deutlich verschärft.

Während Müller in der Liga aktuell bei seinem einen Treffer steht, hat zum Beispiel Timo Werner von RB Leipzig bereits acht Treffer erzielt und ist damit de facto derzeit der beste deutsche Stürmer der Bundesliga. Gleichzeitig macht auch ein gewisser Sandro Wagner auf sich aufmerksam, der mit sieben Treffern und einem Assist in dieser Saison glänzen konnte. Jung-Nationalspieler Serge Gnabry aus Bremen ist übrigens auf dem achten Rang der Torjägerliste zu finden und kann bisher fünf Treffer und eine Vorlage nachweisen. Das Stürmer-Problem der DFB-Elf in den letzten Monaten scheint auf den ersten Blick also nicht hausgemacht zu sein.

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